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Autor: Peter Schmid Thuner «Tage der Heilung»: Segen und Schmerzen Mitte Juni gingen in Thun die «Tage der Heilung 2010» zu Ende. Sie waren geprägt von Lobpreis, Vorträgen, Gebets- und Segnungs-zeiten sowie verschiedenen praktischen Übungen. - Ein Fazit: Gott segnet Menschen, die zu ihm kommen, doch Schmerzen bleiben auch ihnen nicht erspart. Der Basler Theologe Jens Kaldewey lehrte am Freitagvormittag, dem 18. Juni, über den «Gott des Heils». Er betonte in seinem Vortrag, dass das Reich Gottes bereits unter uns wirksam sei - auch wenn wir Schmerzen haben (Lukas 17,21). «Du musst nicht verzweifelt bitten: ‚Christus, komm!' - Er ist schon da. Das ist die Botschaft des Reiches Gottes: Es ist schon da.» Wegen eines Unfalls war Kaldewey viele Monate gelähmt. Sein Gang zeugt heute noch von der schweren Verletzung. Kaldewey hält fest, dass dem Bittenden «auf alle Fälle
etwas gegeben wird». Doch wie dem auf Süsses bedachten Kind
nicht jeder Wunsch erfüllt werden darf, sollten Christen nicht
erwarten, dass sie exakt das Gewünschte erhalten. Er habe Gott
gebeten, die Depression wegzunehmen, «dass dies alles wie weggeblasen
wäre», erzählte Kaldewey. Das sei nicht geschehen. Sondern
Gott habe ihm Stück für Stück die Ursachen für die
Bedrückung aufgezeigt: Leistungsdenken, Bindungen, falsche Vorstellungen.
Im Rückblick erkennt er: «Gott hat viel tiefer an mir gearbeitet,
als nur negative Gefühle wegzunehmen.» Heraus aus der Resignation Die Referenten beleuchteten verschiedene Aspekte von Heilung und Heiligung,
Zurüstung zum Dienst und Evangelisation. Unter ihnen waren Martin
Kaltenrieder und Daniel Hari, der vor zwei Jahren seine Frau durch Krebs
verlor. Die beiden Referenten betrachteten den Weg Josefs und das Leiden
Hiobs und riefen die Anwesenden auf, herauszutreten aus Resignation,
Enttäuschung und Bitterkeit und sich von Gott ihre Berufung zeigen
zu lassen. Mark Marx aus Nordirland sprach in Thun über die Dynamik des Reiches Gottes und über Heilung. Dabei stellte er auch die Arbeit mit dem «Wunderstuhl» vor, die in seinem Seminar auch gleich geübt wurde. An Ostern 2005 lud die Vineyard-Gemeinde in Coleraine im Norden von Nordirland, Passanten ein, sich auf Stühle zu setzen und für sich beten zu lassen. «Healing on the streets» hat sich seither in viele Länder verbreitet. Auf diese Weise könnten, so Marx, die Gemeinden, überall
Kontakt zu ihrer Umgebung aufnehmen und «ein Umfeld schaffen,
in dem Menschen Gott begegnen». Bis zu 16 Stühlen stellt
das Team an der Strasse auf - «und der Heilige Geist zieht Leute
herbei». Das Team erlebte vom ersten Tag an, dass Menschen geheilt
wurden. Seitdem wird der «Wunderstuhl» an jedem Samstag
angeboten. Ausserhalb der Kirchenmauern dienen Zum Thema: So gib denn, Herr, dass ich, wie ich auch sei, mich in deinen Willen einordne und dass ich als Kranker dich verherrliche in meinen Leiden. Vereinige mich mit dir; erfülle mich mit dir und deinem Heiligen Geiste. Gehe ein in mein Herz und in meine Seele, um meine Leiden darin zu tragen, damit ich, ganz erfüllt von dir, nicht mehr selbst es bin, der lebt und leidet, sondern damit du es bist, der lebt und leidet in mir, o mein Heiland! Amen.» |
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